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9 – Warum nur?

Sie liefen nun einfach, was die Beine hergaben und versuchte immer wieder die Wachen durch Schleifen abzuwimmeln oder im Kreis zu laufen, doch sie mussten auch aufpassen, dass sie nicht noch mehr Wachen vor die Nase liefen. „Jamie! Ich kann nicht mehr!“, keuchte Misa nach einiger Zeit, doch da hatte er auch schon eine Idee. „Komm, ich trag dich!“ Sie wusste nicht, ob sie das machen sollte, denn sonst war er bald auch noch kaputt. „Aber Jamie, was machen wir, wenn du dann danach auch noch kaputt bist?“ Er schüttelte nur den Kopf. „Jetzt mach schon!“ Als sie immer noch zögerte, zog er sie einfach auf seinen Rücken und lief weiter. „Bist du sicher, du schaffst das?“ Er zog eine Augenbraue hoch. „Zweifelst du an mir?“ „Hm, nein eigentlich nicht, aber ich will dir auch nicht weh tun.“ „Eigentlich ist ein großes Wort und, nein.. Du tust mir schon nicht weh.“ Dann, als sie drohte abzurutschen, schob er sie wieder ein bisschen nach oben. „Aber anstrengend wird es trotzdem.“, sagte er dann noch, bevor sie immer mehr aufpassen mussten, da immer mehr Wachen kamen.

Es wurde immer dunkler und tatsächlich konnte Jamie bald auch nicht mehr. „So, langsam müssen die doch mal aufgeben!“ Misa wollte von ihm runter gehen, da sie wusste, er würde nicht mehr lange durchhalten, doch er hielt sie fest. „Misa, bleib da, wo du jetzt bist!“ Doch sie wollte einfach nicht. „Aber du kannst bald nicht mehr! Ich geh jetzt einfach, OK? Den Ärger kann ich schon ab.“ „Aber..“ „Nichts, aber Misa! Ich geh jetzt, Jamie! Ich will dir nicht noch mehr Schwierigkeiten machen!“ Er rang sich dann doch noch durch, sie gehen zu lassen. „Na gut, wie du willst.“ Sie ging langsam von ihm runter und umarmte ihn dann noch mal. „Trotzdem danke. Es war ein spannender Nachmittag.“, sagte sie noch. „Da kann ich dir nur zustimmen..“ Jamie drehte sich zu Misa um. „Lass dich nicht unterkriegen!“ Sie grinste nur wieder frech. „Ich? Nein, ich doch nicht!“ Beide seufzten noch mal, bevor sie vorsichtig ihre Wege gingen.

Am Abend ging Jamie ganz leise ins Haus, da er nicht wollte, dass er wieder mit Fragen bombardiert wird, doch zu spät.. Seine Mutter stand schon hinter ihm. „Jamie! Wo warst du denn?“ Er hustete ganz unschuldig. „Was, ich? Nur ein bisschen draußen..“ „Draußen, ah ja. Und was hast du draußen gemacht? Marathonlauf?“ Jamie schüttelte den Kopf. „Nein, nein.. Ist doch jetzt auch egal! Ich muss euch doch nicht mein Lebenslauf vorbeten!“ Yumi zog eine Augenbraue hoch. „Nein, das nicht, und ganz ehrlich, will ich auch gar nicht hören, aber ich hab das Recht zu erfahren, was mein Sohn so macht, wenn er total kaputt nach Hause kommt!“ Jamie versuchte vom Thema abzulenken. „Ist doch egal, wo ist eigentlich Papa?“ Sie ließ sich nicht umstimmen. „Nicht vom Thema ablenken!“ „Hätte ja klappen können..“, sagte er leise. „Nicht bei mir, Freundchen!“ Sie stellte sich jetzt direkt vor ihn. „Jetzt kannst du mich wenigstens angucken, wenn ich mit dir rede!“ „Äh, komm schon.. Ist doch jetzt echt nicht so wichtig, oder?“, versuchte er es weiter. „Ich weiß nicht was du hast.. Sag es mir doch einfach und du kannst gehen! Oder ist so was schlimmes passiert, was wir nicht wissen dürfen? Hm?“ Jamie wollte es ihr einfach nicht sagen. ~Was will sie das denn unbedingt wissen? Ich weiß nicht, was sie hat.. Kann sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?~ Er schaute auf den Boden. „Mensch, lass doch gut sein.“ Yumi wurde langsam ein bisschen sauer und zog ihn an sich ran. „Verdammt, Jamie! Was ist daran denn jetzt so tragisch, es mir zu sagen?“ Doch auch Jamie wurde langsam sauer und wollte einfach nur weg. „Man eh, du willst es unbedingt wissen? Ja? Gut, dann hör mir zu! Ich hatte mich mit Misa an der Schule getroffen und wir sind beide ein bisschen spazieren gewesen und weil sie sich von zu Hause weg geschlichen hatte, hatten sie die Wachen gesucht und wir wollten uns ja nicht unbedingt fangen lassen und mussten halt laufen! Jetzt zufrieden?“ Er riss sich los und ging stürmisch wieder aus dem Haus. „Jamie! Warte!“ Doch aus versehen hatte Jamie das zu laut gesagt, sodass Akira auch noch gehört hatte, was er sagte. „Meinte er das Ernst, was er dir erzählt hat? Er hat sich mit Misa getroffen?“ Kam er zu Yumi und war sichtlich wütend. „Und er hat mir nichts gesagt?“, bohrte er weiter. „Akira, Schatz, du hättest ihn ja nicht gehen lassen.“ Er seufzte. „Also wusstest du davon?“ Yumi wusste nicht, ob sie ihm alles sagen sollte. „Nicht direkt.. Also nicht, dass er sich heute mit ihr getroffen hat. Davon hat er mir nichts gesagt.“

Jamie hatte seinen Vater gehört und wusste genau, dass er nun sauer war. ~Warum ist es mir denn immer verboten, irgendwas zu machen, was ich machen will? Mich mit jemanden treffen, mit dem ich mich treffen will? Was ist daran denn so tragisch? Nur weil er sich mit dem Vater meiner Freundin nicht versteht, darf ich mich nicht mit ihr treffen?~, dachte er. ~Besser wäre es, wenn ich gleich tot gewesen wäre, dann hätte mich niemand mehr anders verletzen können!~ Doch diesen Tag sagte keiner mehr ein Wort.

Nächsten Morgen stellte sich Jamie schon extra früh seinen Wecker, denn er wollte nicht mit seinen Eltern frühstücken, sondern alleine. Nun also klingelte sein Wecker und nachdem er ihn mit einem kräftigen Schlag ausgeschaltet hatte, zog er sich an und ging nach unten. ~Die sollen mich bloß in Ruhe lassen..~ Jamie war zwar noch sehr verschlafen, doch er beeilte sich trotzdem, bei allem was er tat. Er hatte seine Tasche schon halb auf dem Rücken und einen Fuß aus dem Haus, doch dann hielt ihn jemand von hinten fest. Es war Akira. „Warte! So leicht kommst du hier nicht weg!“ Jamie stieß die Hand seines Vaters weg und ging einfach weiter. Er sollte ihn nur in Ruhe lassen, mehr wollte er nicht, nur Ruhe. „Hey! Jamie! Warte verdammt noch mal!“ Noch ein Schritt und dann blieb er stehen. „Du hast mir gar nichts zu sagen! Immerhin waren es meine Pflegeeltern die mich groß gezogen haben, nicht du, nicht Yumi!“, sagte er mit einer ungewohnten Stimme. „Aber..“ Jamie stand immer noch mit dem Rücken zu Akira. „Nichts, aber.. Es ist so, und nichts auf dieser Welt wird etwas daran ändern! Wenn ich es mir Recht überlege, weiß ich nicht einmal, warum ich überhaupt hier bin!“ Sein Vater wurde nun etwas sauer, ging auf ihn zu und stupste ihn an einer Schulterseite, sodass er ihm nun genau in die Augen sehen konnte. „Was hast du eigentlich für ein Problem? Nur weil wir nicht wollen, dass dir was passiert, solltest du nicht gleich so eine Szene abziehen! Da hast du überhaupt nicht das Recht zu, Jamie!“ Doch er zeigte sich unbeeindruckt und schloss die Augen. Darauf folgte noch ein Seufzer, bevor er wieder anfing zu sprechen. „Klar hab ich die Befugnis, oder sonst was, dir mal zu sagen, was ich denke. Es ist MEINE Freundin, OK? Und nur weil du dich mit ihrem Vater nicht verstehen kannst, ist es ein Problem, mich mit ihr zu treffen? Mit ihr in einer Klasse zu sein?“ Akira war überrascht. „Du.. Bist mit ihr in einer Klasse?“, sagte er wieder leise und überrascht. Jamie klatschte sich eine Hand auf die Stirn. „Shit, voll verbockt.“, murmelte er unverstehbar. „Aber warum hast du mir das nicht gesagt?“ „Warum muss ich euch immer alles erzählen, hm? Warum kann ich nicht so leben, wie jeder normale Junge? Warum nur? Lasst mich doch einfach mal in Ruhe! Lasst eure dummen Kommentare und Fragen bei euch, ich hab kein Platz und keine Nerven mehr dafür!“, brach es aus ihm heraus. Danach rannte Jamie einfach von Akira weg, doch er konnte sich vor Schock, oder Überraschung kaum bewegen. „Ja, warum nur?“




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