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10 – Neustart

„Jamie kommt einfach nicht nach Hause!“, wurde Yumi immer nervöser. „Wo kann er denn nur sein? Es ist schon elf Uhr Abends! Das ist doch nicht normal!“ Sie konnte es einfach nicht aushalten. „Was ist, wenn was passiert ist?“ Akira wurde durch ihr nervöses reden nur auch immer nervöser. „Jetzt mach mal ein Punkt, ihm wird schon nichts passiert sein! Jamie ist doch kein Schwächling. Der kann schon ganz gut auf sich aufpassen, auch wenn ich sagen muss, dass es mir schon ein bisschen Sorgen macht.“ Sie drückte sich an ihn ran. „Hoffentlich hast du Recht. Ich will ihn nicht ein drittes mal verlieren.“

Eine Menge Xesocer waren Jamie heute Abend wieder auf den Fersen, denn er hatte sich den Weg zu seinen früheren nach Hause gebahnt und hatte dort wieder nichts besseres zu tun, als wieder Unruhe zu stiften. „Bleib stehen, du Zwerg!“, schrie ihm einer hinterher. „Tz, lern erst mal richtig laufen, Opa!“ Er rannte und rannte wieder und ihm waren immer mehr hinterher, doch das war sein Plan. Als es irgendwann an die sieben Xesocer waren, schaffte er es durch Kreise und Schleifen, die er gelaufen war, sie in eine Falle zu locken. Jamie war nun hinter ihnen und schlich sich an einen von ihnen ran. „Buh!“ Der Xesocer erschrak und griff sofort nach einer Waffe die er nach hinten ausholte, doch Jamie blockte diesen Angriff mit einem einfachen Handgriff und entriss dem Mann sogar noch seine Waffe. „Oh, das war ja jetzt überhaupt nicht meine Absicht!“, sagte er scherzend. Dann kamen die anderen, die er auch mit einfachen unbewaffnet und kampunfähig gemacht hatte. „Sag das von vorhin noch mal, du Hund!“, sagte er zu dem Xesocer, der ihn davor Zwerg genannt hatte, doch dieser war bewusstlos und konnte nichts mehr sagen. „Na also, bin wohl doch kein Zwerg!“

Nach dieser Aktion überlegte er noch schnell, ob er zu seinen Pflegeeltern gehen sollte, oder es besser sein lassen sollte. „Hm..“, murmelte er. ~Was soll ich denn mal machen?~ Jamie schaute sich um und überlegte noch mal genau, wo er war. ~Ich geh jetzt einfach dahin. Wenn ich gut bin, dann schaffe ich das Morgen früh noch unbemerkt daraus.~ Dann ging er also los und schlich sich unbemerkt in sein altes Zimmer, das noch unverändert aussah. „Hier haben die wohl nur staub gewischt.. Als ich noch hier war, war das nämlich höchste Zeit, aber jetzt. Na ja, ist ja auch egal..“, flüsterte er leise und legte sich danach einfach in sein altes Bett, überlegte jedoch noch, was er nun machen sollte und schlief bald ein.

Nächsten Morgen war Jamies Pflegemutter schon in der Küche und machte den anderen Essen. „Ach.. Ich wünschte mein größerer Sohn wäre wieder hier.. Auch wenn er nicht mein eigener Sohn ist. Ich vermisse ihn so und was ist, wenn.. Nein! Nichts wenn! Ihm geht’s bestimmt gut.“ Doch was sie nicht wusste war, dass er alles gehört hatte, denn er war eigentlich gerade dabei gewesen, sich aus dem Haus zu schleichen. Doch er stand mit dem Rücken zu der Wand neben der Küchentür und wusste nun nicht mehr, ob er noch gehen sollte. ~Mama..~ Er machte einen Schritt von der Wand weg. Sie erschrak und drehte sich schnell um, denn sie hatte ihn gehört, doch sie sah ihn nicht. „Ist da wer?“, fragte sie etwas ängstlich. Jetzt bekam Jamie einen Klos im Hals. Was sollte er machen? Einfach dort hin gehen? ~Ich kann doch jetzt nicht einfach hingehen und sagen: Hallo, ich bin wieder zurück. Schön, oder?~ Doch dann musste er plötzlich niesen und konnte sich nun wohl nicht mehr verstecken. „Shit!“, flüsterte er. Seine Pflegemutter ging nun Schritt für Schritt, ganz langsam zu der Küchentür. „Wer.. sind sie?“, fragte sie immer noch sehr ängstlich. Jamie wollte ihr zwar noch einmal „Guten Morgen“ sagen, oder einfach nur „Hallo, wie geht es dir?“, doch er konnte einfach nicht. Er versuchte die Unsichtbar-Technik von Akira anzuwenden, die er ihm gezeigt hatte. Normalerweise hatte er es nie hinbekommen, doch ausgerechnet an diesem Morgen schaffte er es. Als sie dann an der Tür war, schaute sie sich um. „Keiner? Aber ich bin mir ganz, ganz sicher, dass hier gerade jemand geniest hat.“ Plötzlich sah sie nicht mehr ängstlich, sondern abgrundtief traurig aus. „Ach, wer es doch schön gewesen, wenn es Jamie gewesen wäre.“ Ihr lief eine Träne übers Gesicht und ließ sich dann an der Tür herunter rutschen. „Jamie..“, schluchzte sie. „Wo bist du nur?“ Er musste sich nun sehr beherrschen nicht zu ihr zu gehen und sie in den Arm zu nehmen, doch dann würde er sich zeigen müssen, was er nicht wollte. Plötzlich kam sein Pflegevater aus der Schlafzimmertür und entdeckte seine Frau. „Jennifer!“ Er lief zu ihr. „Was hast du denn?“ Sie schaute ihn mit verweinten Augen an. „Jamie..“ „Ihm geht es bestimmt gut.. Glaub mir, er ist näher bei dir, als du denkst.“ Jamie musste innerlich ein bisschen grinsen. ~Woher er das wohl weiß..~ Doch dann wurden alle wieder ernst. „Aber was ist, wenn..“ Ihr Mann schnitt ihr das Wort ab. „Nichts, wenn!“ Er nahm sie noch mal in den Arm, bevor er sie wieder nach oben gezogen hatte. „Wenn du willst kannst du dich wieder hinlegen. Ich mach das Essen für dich fertig.“, bot er ihr an. „Nein. Ist schon in Ordnung.“, lehnte sie aber ab. „Mach dir keine Sorgen um mich.“ Das musste er einfach so hinnehmen und ging Jamies Stiefbruder wecken, da an diesem Tag Schule war.

Als sein kleinerer Bruder weg war, sein Stiefvater auf der Arbeit war und seine Stiefmutter träumend vor dem Fenster stand, versuchte sich Jamie vorsichtig ihr zu nähern. Er machte immer kleinere Schritte, bis er schließlich hinter ihr stand. Jamie überlegte, was er nun machen sollte, denn er war immer noch unsichtbar. ~Wäre es nicht ein bisschen dumm, ihr jetzt einfach guten Tag zu sagen? Aber wie soll ich das denn anfangen?~ Doch nach einer Weile machte er sich sichtbar und legte vorsichtig seine Arme um sie. „Schatz, müsstest du nicht auf der Arbeit sein?“, fragte sie ihn. ~Sag mal, sehen meine Arme aus, wie die von Paps?~ „Er schon, ich nicht.“, erhob er nun seine Stimme. Sie drehte sich geschockt um, doch als sie ihm direkt in die Augen sehen konnte, umarmte sie ihn ganz fest. „Jamie!“, schluchzte sie. „Ich hab dich so vermisst! Wo warst du verdammt noch mal? Tu mir das nie wieder an!“ Er strich ihr sacht über den Rücken. „Ich glaube, das sollte hier keiner so genau wissen..“ „Aber warum denn?“ Sie schaute wieder weiter nach oben in seine grüne Augen. „Guck mich nicht so an!“ Trotzdem musste sie ihn noch angucken. Geradezu anstarren. „Ich kann nicht anders..“ Noch eine Weile lang konnte sie ihn nicht loslassen, bevor ihr was einfiel. „Musst du nicht eigentlich zur Schule?“, fragte sie ihn. „Äh, also eigentlich habe ich heute keine Schule.“ ~Wow, ist ja nicht mal gelogen.. Wie schön, dass jemand unsere Schule abgefackelt hat. Da lernt man ja eh nichts mehr.~ „Meine Schule ist abgebrannt.“ Seine Stiefmutter zog eine Augenbraue hoch. „Abgebrannt? Aber deine Schule steht doch noch.. Sonst hätte dein Bruder doch auch keine Schule.“ „Nun ja, ich bin jetzt an einer anderen Schule, ist aber egal.. Ich muss auch bald wieder weg.“ Sie schaute bedrückt auf den Boden. „Weg? Warum?“, fragte sie ihn leise. „Ich hab noch was vor..“ „Was denn?“ Sie war etwas verwirrt. „Einen Neustart.“




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